Besonders schützenswert: Das sind die Schweizer Tierarten des Jahres

Hier die Titelträger aus drei Kategorien (und einer wunderlichen Bonussparte).

Die Krönung zum “____ des Jahres” erfolgt in Kultur, Sport und Gesellschaft meist erst am Ende eines solchen. Nicht so in der Natur: Da werden die Titelträger jeweils bereits schon im Januar verkündet, um auf ihre Rolle in Fauna und Flora und ihren möglicherweise benötigten Schutz aufmerksam zu machen. In der Schweiz fiel die Wahl für 2017 auf folgende Spezies:

Tier des Jahres: Rothirsch

Wikipedia

Pro Natura krönte den “König der Wälder” zum Tier des Jahres.. Noch Mitte des 19. Jahrhunderts galt das majestätische Wildgeschöpf in der Schweiz als ausgerottet. Nach Einführung des eidgenössischen Jagdgesetzes siedelte sich der Rothirsch wieder an, mittlerweile leben um wieder die 35’000 Exemplare in unserem Land, vorwiegend im Südosten der Alpen. Der Rothirsch ist übrigens mit einer Schulterhöhe von zirka 130 cm eine der grössten Säugetierarten der Schweiz.

Fisch des Jahres: Bachneunauge

SFV

Das Bachneunauge ist ein kleiner, unscheinbarer Bewohner unserer Gewässer. Gleichzeitig ist der Rundmäuler aber auch unmittelbar vor dem Aussterben bedroht, weshalb ihn der Schweizerische Fischerei-Verband zum Fisch des Jahres kürte. Sollten seine Lebensräume nicht besser geschützt werden, wird das Bachneunauge dasselbe Schicksal erleiden wie die ihm verwandten Fluss- und Meerneunaugen und aus Schweizer Flüssen verschwinden.

Insekt des Jahres: Gottesanbeterin

Wikipedia

Ein internationales Gremium mit Fachleuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wählte für 2017 die bedrohte Gottesanbeterin zum Insekt des Jahres. Ihr nachgewiesen höchstgelegenes Zuhause in Mitteleuropa hat die ursprünglich aus Afrika und Asien stammende Fangschrecke auf 1’450 Meter über Meer in Visperterminen, Wallis.

BONUS! Boden des Jahres: Gartenboden

PublicDomainPictures, Lynn Greyling

Ja, auch wir waren überrascht, dass es eine solche Wahl gibt. Die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (ja, auch wir waren überrascht, dass es eine solche Gesellschaft gibt) wählte den Gartenboden zum Boden des Jahres. Ein Gartenboden zeichnet sich primär durch eine humusreiche Oberschicht aus, was zu einer dunkleren Färbung führt.

Noch ausstehend ist die Wahl zum Vogel des Jahres. 2016 ernannte der Schweizer Vogelschutz den Buntspecht dazu. Was wäre dein Favorit für diesen Titel? Verrate es uns in den Kommentaren.

Teaserimage: Wikipedia

Publiziert am 11.01.2017 / 13:34