An diesen Orten in Zürich liegen Promis begraben

Schriftsteller, Sänger, Heerführer und Erfinder: Diese Legenden sind in Zürich begraben

Zürich ist nicht gerade für seine lebende Prominenz bekannt. Doch sie ist die Stadt der toten Prominenten. Hier liegen derart viele altbekannte Weltstars, Idole und Helden begraben, dass mehrere Seiten lange Verzeichnisse angelegt wurden.

Sie waren berühmte Schriftsteller, schillernde Sänger oder gar Heerführer.

5: James Joyce

Ein koloriertes Bild des Schriftstellers aus dem Jahr 1918
Ein koloriertes Bild des Schriftstellers aus dem Jahr 1918
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Sihlfeld, Fluntern, Enzenbühl oder Manegg: An diesen Orten in Zürich liegt Prominenz der letzten 500 Jahre begraben. Darunter auch James Joyce.

1882 wurde der berühmte irische Schriftsteller in Rathgar, Dublin geboren. Er verfasste weltberühmte Bücher wie “Ulysses”, das in die Literaturgeschichte einging.

Der Dichter und Schriftsteller liess sich während seiner Schreibarbeiten in der Schweiz ärztlich untersuchen und bekam die Diagnose Schizophrenie.

1940 kam der mittlerweile weltberühmte James Joyce zurück in die Schweiz nach Zürich, man wollte den Star-Lyriker aber zuerst gar nicht aufnehmen.

Nach monatelangen Verhandlungen wurde ihm Einlass gewährt und er verstarb dort im Jahr 1941. Begraben ist er im Friedhof Fluntern.

4: Alfred Escher

Alfred Escher im Jahr 1975
Alfred Escher im Jahr 1975
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Welcher Zürcher kennt ihn nicht, den Escher-Wyss-Platz. Alfred Escher war einer der beiden Namensgeber und prägte Zürich im 19. Jahrhundert.

Der als Eisenbahn-Pionier bekannte Erfinder und Politiker rettete 1852 die Schweiz davor, von sämtlichen Eisenbahnlinien umfahren zu werden. Er sorgte dafür, dass ab diesem Jahr Privatgesellschaften Eisenbahnstrecken bauen durften.

Das löste einen riesigen Boom aus. Zusätzlich war Escher auch Erfinder und Realisierer des Gotthard-Tunnels und schaffte damit noch nie Gewagtes.

3: Johanna Spyri

Spyri im Jahr 1890
Spyri im Jahr 1890
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Die Schriftstellerin wurde 1827 in Hirzel (Kt. Zürich) geboren und wurde mit ihrem Werk Heidi (1880/81) weltbekannt.

Die Geschichte, die in zwei Bände unterteilt war, wurde weltweit in mehr als 50 Sprachen übersetzt und stellt die romantische Schweiz mit ihrer Berg- und Stadtwelt dar. Johanna Spyri wurde weltberühmt und wohnte für ca. ein Jahr sogar an der Zürcher Bahnhofstrasse.

1901 erkrankte sie an Krebs und verstarb noch im gleichen Jahr daran. Sie liegt seither im Friedhof Sihlfeld begraben.

2: Georg Büchner

Georg Büchner im Jahr 1835
Georg Büchner im Jahr 1835
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Er war einer der bedeutendsten Autoren des Vormärz, einer Zeitepoche anfangs des 19. Jahrhunderts. In jungen, sogar sehr jungen Jahren verfasste er einige Werke, die innert kürzester Zeit Berühmtheit erlangten.

Unglaublich: Georg Büchner erkrankte im Alter von 23 Jahren im Jahr 1937 an Typhus, von seinen Werken blieb ein Fragment, das heute in jedem Gymnasium gelesen wird: Woyzeck.

Niemand weiss bis heute, wie die Geschichte ursprünglich aufgebaut war, denn sie war nur in Bruchstücken und Notizen vorhanden. Sein Grab liegt oberhalb der Seilbahn Rigiblick.

1: Henry Dunant

Henry Dunant um 1860
Henry Dunant um 1860
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Geboren ist Henry Dunant im Jahr 1828 in Genf. 1859 entdeckte er auf einer Geschäftsreise das Elend der Verwundeten nach einer Schlacht zwischen den Heeren Österreichs und Frankreichs.

Er gründete darauf mit seinem eigenen Geld das heute weltbekannte Rote Kreuz, auch bekannt als Internationales Komitee des Roten Kreuz (IKRK), welches Verwundeten im Krieg sofortige Hilfe spendet.

Für sein Lebenswerk wurde er mit als erster Mensch überhaupt mit einem Friedensnobelpreis geehrt. Trotzdem verarmte er danach und verbrachte seine letzten Jahre auf der Strasse.

Nachdem er 1910 gestorben ist, wurde er ohne grosse Trauerfeier im Friedhof Sihlfeld beigesetzt.

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