Pendeln macht krank

Von Stress, Erschöpfung, Kopf- und Rückenschmerzen bis Hang zur Fettleibigkeit.

Pendeln macht krank. Nicht bloss die vielen Bakterien und Viren sondern das Pendeln an sich. Zug-Pendler sind öfters krank, können schlechter schlafen und leiden mehr unter Stress als jene, die mit zu Fuss, dem Velo oder dem eigenen Auto zur Arbeit fahren.

Rund 2 Millionen Personen in der Schweiz teilen täglich das gleiche Schicksal: Pendeln. Zwischen Wohnort und Arbeitsstelle sitzen sie im Durchschnitt etwa eine halbe Stunde in den öffentlichen Verkehrsmitteln – pro Weg. Das belastet schwer die Gesundheit, wie eine schwedische Studie zeigt, die im „BMC Public Health“ erschienen ist. Es wurden Daten von 21’000 Personen ausgewertet, die mehr als 30 Stunden wöchentlich arbeiten. Gefragt wurde nach Schlafstörungen, Stress, Erschöpfung sowie psychischen und körperlichen Problemen. Die Antworten: Bluthochdruck, Magen-Darm-Probleme, Kopf- und Rückenschmerzen sowie der Hang zu Fettleibigkeit.

Alles nur nicht ÖV

Wer länger als 30 Minuten im Bus oder Zug fährt, leidet also gesundheitlich stärker als jene, die zu Fuss gehen, das Fahrrad nehmen oder eine kurze Arbeitsstrecke haben. Das erstaunt nicht. Dafür dies: Wer mit dem eigenen Auto fährt, dem geht es besser, wenn der Arbeitsweg über eine Stunde ist.

Laut einer amerikanischen Studie reduziert sich bei einem Arbeitsweg von insgesamt 90 Minuten die total verfügbare Zeit um 2,3 Stunden pro Tag – weil sich Pendler daheim erst noch vom Arbeitsweg erholen müssen. Kein Wunder, vermuten einige Studien gar, dass das Pendeln zu einem höheren Scheidungs-Risiko führt.

Wie geht es dir mit dem Pendeln: Spass oder Stress?

Teaserbild: SBB

Publiziert am 17.05.2018 / 13:49

Wo würdest du lieber sein?