Festungsmuseum Heldsberg: Reise in eine dunkle Vergangenheit

Nichts an der lieblichen Landschaft weist darauf hin, was sich hinter diesen Toren verbirgt: Eine Zeitreise in den Zweiten Weltkrieg.

Bomben, Zerstörung, Leid: Der Zweite Weltkrieg versetzte die ganze Welt in Angst und Schrecken. Auch die Schweiz fürchtete sich vor dem Krieg. So bereitete sich unser Land auf das schlimmste Szenario vor. In St. Margrethen wurde das Artilleriewerk am Heldsberg gebaut, welches zum Glück nie zum Einsatz kam. Seit 1993 kümmert sich der Verein “Festungsmuseum Heldsberg” um die Festung.

“Damit man die Entstehung des Artilleriewerk am Heldsberg verstehen kann, muss man bereit sein, eine Zeitreise ins Jahr 1933 zu machen”, meint Markus Keel, freiwilliger Museumsführer des Festungsmuseum.

Es muss eine düstere Zeit gewesen sein, damals, als Hitler zum deutschen Reichskanzler ernannt wurde und er drei Jahre später den Versailler Vertrag brach. Und damit die Kriegsmaschinerie in Gang setzte. Für die Schweiz war klar, dass sie sich gegen die Nazis verteidigen wollten.

Es wurde nie aus der Festung geschossen

Der Bau des Artilleriewerk Heldsberg dauerte von 1939 bis 1941 und war von da an mit 600 Mann besetzt. Die Festung hatte den Auftrag den Übergang über den Rhein zwischen dem Bodensee und Montlingen und Übersetzversuche mit Schiffen oder Fähren über den Bodensee zu verhindern. Der Bunker war 1A ausgerüstet.

Zum Glück griffen die Deutschen nicht an und so wurde aus diesem Berg nie geschossen. Später, im Jahr 1950 wurden Pläne der Festung Heldsberg bei der deutschen Wehrmacht gefunden, sie wussten die ganze Zeit vom Bunker.

Bis ins Jahr 1990 wurde die Festung gepflegt und das Militär war immer wieder Mal dort. Die Gemeinde St. Margrethen kaufte sie danach, im Jahr 1993 übernahm der Verein “Festungsmuseum Heldsberg” das Pflegen des heutigen Museums. Der Verein zählt 500 Mitglieder jeden Alters, einige davon machen freiwillig Führungen durch das Museum.

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Der Verein “Festungsmuseum Heldsberg” feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Jubiläum, deshalb sind verschiedene Thementage geplant. Geöffnet ist das Museum vom 31. März 2018 bis 27. Oktober 2018 jeweils am Samstag von 11:00 bis 17:00 Uhr. Wer mit einer Gruppe kommt, kann über eine Anmeldung an jedem Wochentag und das ganze Jahr eine Führung buchen.