Neuer Komplex ersetzt "Rostbalken" am Bahnhof Basel

Das Postgebäude erhält ein neues Gesicht.

Vor 40 Jahren wurde am Basler Bahnhof das Postgebäude eingeweiht. Der rostrote Balken, der quer über alle Geleise lag, hiess im Volksmund “Blutwurst” oder “Rostbalken” Nun soll das Gebäude einem Komplex mit Wohnungen, Büros und anderen Nutzungen weichen.

Vorgesehen ist ein Sockel von 24 Metern Höhe über die Geleise sowie drei Hochhäuser von 87 Metern Höhe. Der Wohnanteil wird sich auf einen Drittel belaufen. Drei grosse Innenhöfe sollen die Überbauung attraktiv gestalten.

Für das heutige Gebäude hat die Post keine richtige Verwendung mehr. Das regionale Verteilzentrum verfügt nach dem Bau der neuen Verteilzentren im Mittelland, der Waadt und im Thurgau über einen Leerstand von 40 Prozent. Bis Mitte 2020 will die Post das Logistikzentrum im Balken ganz schliessen.

Der alte
Der alte "Rostbalken" über den Geleisen in Basel.
Flickr / Patrik Tschudin

Das mittlerweile 40-jährige Gebäude hat eine Sanierung nötig. Diese sei jedoch nur wirtschaftlich, wenn es im Anschluss neu genützt würde, hiess es an einer Medienkonferenz am Montag. Ganz verschwinden wird das alte Gebäude jedoch nicht: Das Postparkhaus über den Geleisen dient künftig als Sockelebene.

Für das Projekt sind Investitionen von 450 Millionen Franken nötig, wovon die Post 350 und die SBB 100 Millionen tragen wird. Baubeginn ist - sollten alle Hürden genommen werden - 2022 sein. Die Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant.