Rote Brunnen in Zürich: Gruppe will Diskurs über den Umgang mit dem weiblichen Körper lancieren

Darum sind heute die Brunnen in Zürich rot.

Heute Morgen hatte das Wasser in zehn Zürcher Brunnen eine ungewöhnliche Farbe: Rot. Dahinter steckt die Gruppe Aktivistin.ch, die mit der Aktion eine Diskussion zum Umgang der Gesellschaft mit dem weiblichen Körper anregen will.

Ein natürlicher Umgang mit sich selbst sei wegen der Sexualisierung des weiblichen Körpers in der Lifestyle-Kultur und des bestehenden Schamgefühls in Bezug auf den eigenen Körper, speziell während der Menstruation, fast unmöglich, schreibt die Gruppe auf ihrer Webseite.

Dazu bemängelt Aktivistin.ch, dass Hygieneartikel wie Tampons und Binden als Luxus- und nicht als Produkte des alltäglichen Gebrauchs gelten und daher mit dem Mehrwertsteuersatz von 8% statt mit dem reduzierten Satz von 2,5% besteuert werden. Jede Frau menstruiere durchschnittlich 444 Mal im Leben, dass sei kein Luxus, sondern Alltag.

Mit der Aktion #happytobleed machen Aktivistin.ch darauf aufmerksam.

Aktivistin.ch

Dazu wurden Brunnen in der Stadt Zürich mit roter Lebensmittelfarbe eingefärbt.

Aktivistin.ch

Flugblätter und Transparente sollen den Passanten das Anliegen näher bringen.

Aktivistin.ch

Ziel sei es, den Umgang mit dem (eigenen) weiblichen Körper zu hinterfragen.

Aktivistin.ch

Es sei höchste Zeit, die weibliche Sexualität und den weiblichen Körper als Selbstverständlichkeit zu etablieren, erklärt die Gruppe.

Aktivistin.ch

Mehr über die Aktion erfährst Du auf Aktivistin.ch.